Die Geschichte der Neuhaldenstraße in Korntal

Eine „Villenpartie“ und ihre Bewohner
"Infolge wiederholter Bauausführungen in den Weinbergen der neuen Halde ist die Herstellung einer Baustraße entlang dem bisherigen Feldweg notwendig geworden….Die Kollegien wollen … für die Straße den Namen „Neuhaldenstraße“ bestimmen." Dieser auf den 27. Januar 1909 datierte Eintrag im Korntaler Gemeinderatsprotokoll stellt quasi die „Geburtsurkunde“ der Neuhaldenstraße dar. Die attraktive Südhanglage zog rasch Bau-Interessenten an. Für den neu zuziehenden, vermögenden Personenkreis war Korntal nicht mehr in erster Linie eine religiöse Heimat, sondern ein bevorzugter Wohnort am Rande Stuttgarts. Industrielle, leitende Angestellte, Beamte, Pensionäre und sogenannte „Privatiers“ fanden in den Halden Baugrund für ihre Villen und Landhäuser. Die Art der dortigen Bebauung regelte die Gemeinde kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs durch eine Ergänzung ihrer Ortsbausatzung. Hierin wurde die Überbauung der Grundstücke auf maximal 20 Prozent begrenzt und somit die Grundlage für das Entstehen der „Gartenstadt Korntal“ geschaffen. In dem bebilderten Vortrag werden einige der zu einem großen Teil heute leider nicht mehr vorhandenen markanten Gebäude mit ihren Architekten und Bauherrn vorgestellt. Es wird dabei auch der Versuch gemacht, einem etwaigen besonderen Lebensgefühl dieses „Quartiers“ nachzuspüren.     

 Anmeldung erforderlich. Der Vortrag findet im Schillersaal der Stadthalle Korntal statt.

1 Abend, 09.12.2020
Mittwoch, 19:00 - 21:00 Uhr
1 Termin(e)
Alexander Brunotte
1.04020
Stadthalle Korntal, Martin-Luther-Str. 32, 70825 Korntal-Münchingen, Korntal, Mörikesaal / Schillersaal
5,00 €

Belegung: 
 (Plätze frei)